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Frauen waren schon früh dabei

Agatha Christie ist mit annähernd 2 Mrd. verkauften Büchern die unbestrittene Queen of Crime, aber schon in der Frühzeit des Krimis haben Frauen kräftig mitgemischt, und zwar durchaus erfolgreich. Sie waren dabei häufig experimentierfreudiger als ihre männlichen Kollegen. Einige Krimiautorinnen werde ich hier vorstellen:

 

  • Elizabeth Thomasina Meade Smith (1854-1914) war eine irische Schriftstellerin. Sie veröffentlichte ihre Geschichten unter dem Pseudonym L.T. Meade. Sie war die erste Autorin, die sich bei ihren Recherchen von Experten beraten ließ. Sie baute auch als eine der Ersten medizinische und forensische Erkenntnisse in ihre Krimis ein. Die Detailgenauigkeit ihrer Geschichten um den Polizeiarzt Vandeleur machten ihren Erfolg aus. Die Autorin schrieb über 150 Kriminalromane, dazu noch Kinderbücher und Kurzgeschichten.
  • Mary Roberts Rinehart (1876-1954), eine US-amerikanische Schriftstellerin, war ursprünglich Krankenschwester, genau wie ihre Ermittlerin Hilda Adams. Diese wird von der Polizei immer wieder als Expertin hinzugezogen. Mary Roberts Rinehart verstand sich auch in der Kunst der Vermarktung. Ihre Geschichten wurden nicht nur als Bücher veröffentlicht, sondern auch für Theater und Film umgearbeitet. Eine Neuerung in ihren Geschichten war die Ich-Perspektive, wobei die Erzählerin Hilda Adams immer wieder zugibt, sich an manchen Stellen geirrt zu haben und dadurch nicht so selbstüberheblich wirkt wie ihre männlichen Kollegen.
  • Baroness Emma Orczy (1865-1947) war Engländerin mit ungarischen Wurzeln. Sie veröffentlichte verschiedene Kriminalgeschichten, u.a. über einen alten Mann, der nie seinen Lieblingsplatz in einer Teestube verlässt. Über die Morde erfährt er von einer Journalistin und die Ermittlungen tätigt er vom warmen Ofen, in dem er Gespräche belauscht und Zeitung liest. Daraus zieht er dann seine Schlussfolgerungen über die Tat und die Täterin.

 

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