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Die Dame hinter dem Vorhang

Klappentext:

»Ich kenne Edith, wie niemand sonst sie kennt. Meine Familie dient ihr bereits in der dritten Generation.«

Welch ein Abenteuer! An einem Maimorgen im Jahr 1927 verlässt Jane Banister, Enkelin des Gärtners auf Renishaw, dem Landsitz der Sitwells. Sie geht nach London, um in den Dienst von Edith Sitwell zu treten. Jane hat schon einiges über die exzentrische Dichterin und deren einflussreichen Freundeskreis gehört. Edith gibt in der Hauptstadt Soireen, liebt große Auftritte und hat sogar Kontakte ins Königshaus. Doch als Ediths Vertraute lernt Jane auch die Dame hinter dem Vorhang kennen und den Preis, den den das unangepasste Leben fordert.

Ein Roman über Selbstbestimmung und Sehnsucht und eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.

Das Buch schildert das Leben der englischen Dichterin Edith Sitwell (1887-1964) aus Sicht ihrer Zofe Jane Banister. Sie arbeitete 37 Jahre für Edith Sitwell und die beiden verband eine enge Freundschaft. 

Das Buch beginnt 1964, kurz vor dem Tod Edith Sitwells und wird in Rückblenden erzählt. Es gibt einen sehr lebendigen Einblick in die bewegte Zeit zwischen den Kriegen und das exzentrische Leben der Dichterin. 

Edith wird als sehr zerrissene Persönlichkeit dargestellt, die zeit ihres Lebens unter ihrem verkrüppelten Äußeren litt. Sie kaschierte das durch auffällige Kleidung und viel Schmuck, litt aber mehr und mehr unter einer Alkoholsucht und einer unerfüllten Liebe zu einem russischen Maler. Trotz ihres Erfolges war sie stets verschuldet, was wohl an ihrem aufwendigen Lebensstil lag, der zu großen Teilen von ihrem Vater und später von ihren Brüdern finanziert wurde.

 

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen. Trotz der Kürze (277 Seiten) entsteht ein umfassendes Bild der Dichterin und ihrer Begleiter, denen Edith über viele Jahrzehnte treu blieb. 

Details: 

Hardcover

20,-€

ISBN: 978-3-336-54808-8

erschienen 2019 im Wunderraum Verlag

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