Achtsam Morden
Rezensionen · 04. März 2021
Den Roman Achtsam Morden finden Sie zur Zeit in jeder Buchhandlung in der Krimiabteilung. Aber das Buch ist kein Krimi. Klappentext: Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Work-Life-Balance wiederherzustellen. Denn Björn ist ein erfolgreicher Anwalt und hat dementsprechend sehr wenig Zeit für seine Familie. Der Kurs trägt tatsächlich Früchte, und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren – allerdings nicht ganz auf die...

Der Untergang des Hauses Usher
Leseprojekt Horroklassiker · 04. März 2021
Der Untergang des Hauses Usher ist eine Kurzgeschichte von Edgar Allen Poe. Sie erschien 1839 im Burton´s Gentleman´s Magazine, das von 1837 bis 1841 in Philadelphia erschien. Zur Handlung: Ein namenloser Erzähler besucht seinen Freund Roderic Usher. Dieser bat ihn in einem Brief um seine Gesellschaft, da er an einer Nervenkrankheit leidet und außer seiner Schwester niemanden mehr hat. Die Ushers sind ein bedeutendes Adelsgeschlecht, das aber quasi ausgestorben ist, da Roderic und seine...

Der Vampyr
Leseprojekt Horroklassiker · 04. März 2021
Was haben Frankenstein von Mary Shelley und Der Vampyr von John William Polidori gemeinsam? Beide Klassiker entstanden zur gleichen Zeit am Genfer See. Wir schreiben das Jahr 1816, das sogenannte Jahr ohne Sommer. Ein Jahr zuvor, im April 1815 war der Vulkan Tambora in Indonesien ausgebrochen, was im darauffolgenden Sommer zu schweren Unwettern, Überschwemmungen, niedrigen Temperaturen und Ernteausfällen in Mitteleuropa führte. Mary Shelley, ihr Mann Percy Bysshe Shelley, John William...

Mary Shelleys Frankenstein
Leseprojekt Horroklassiker · 20. Januar 2021
Frankenstein von Mary Shelley gehört wohl zu den bekanntesten Horrorromanen der Literaturgeschichte. Das erste Mal erschien er im Jahr 1818, damals noch anonym. Erzählt wird die Geschichte von Viktor Frankenstein, einem intelligenten und wissbegierigen jungen Mann aus Genf. In Ingolstadt studiert er Naturwissenschaften (nicht Medizin, wie oftmals falsch angenommen). Dort beschäftigt er sich intensiv damit, wie man toter Materie Leben einhaucht. Irgendwann verfällt er auf die Idee, einen...

Friedhof der Kuscheltiere
Leseprojekt Horroklassiker · 07. Januar 2021
Der Roman von Stephen King gehört zu meinem Leseprojekt, bei dem ich verschiedene Horrorklassiker lesen und rezensieren möchte. Zum Inhalt: Louis Creed zeiht mit seiner Familie von Chicago nach Ludlow, einem kleinen Ort in Maine, da er eine Stelle als Arzt an der Uni übernommen hat. Sie beziehen ein Haus direkt an einer stark befahrenen Schnellstraße. Louis freundet sich mit seinem Nachbarn Jud Crandall an. Der alte Mann verbrachte sein ganzes Leben in Ludlow und weiß viel über den Ort...

Rezensionen · 19. August 2020
Das Buch stammt laut Wikipedia aus dem 3. Jahrhundert nach Christus und wurde von einem Autor geschrieben, der sich Heliodoros aus Emesa nennt. Über ihn ist so gut wie nichts bekannt, außer, dass er diesen Roman schrieb. Er ist einer der wenigen noch erhaltenen Romane aus der griechischen Antike. Ich habe das Buch letztes Jahr bei den Römertagen in Xanten gekauft. Nicht weil der Klappentext so spannend erschien, sondern weil ich wissen wollte, wie sich ein antiker Roman von einem...

Gedanken zur Literatur · 12. August 2020
Je stärker die Frauen seit Beginn der Industrialisierung ins Haus verbannt wurden, umso stärker wurde das Lesen, vor allem von Romanen, eine weibliche Beschäftigung. In den Jahrhunderten vorher war es häufig der Hausherr, der laut aus der Bibel vorlas und somit das Wort Gottes verbreitete und seine Autorität verstärkte. Andere Bücher waren in den meisten Haushalten nur spärlich vorhanden, da sie einfach zu teuer waren. Mit Beginn der Aufklärung und allen gesellschaftlichen...

Gedanken zur Literatur · 05. August 2020
Vor einiger Zeit las ich das Buch »Gewalt« von Steven Pinker. Er vertrat darin unter anderem die These, wir Menschen seien heute weniger gewalttätig, weil wir uns durch das Lesen besser in andere Menschen, Zeiten und Orte hineinversetzen könnten. Es geht mir nicht darum, ob das stimmt oder nicht. Steven Pinker schrieb, bei Musterungen zum Ersten Weltkrieg habe man festgestellt, dass viele Männer in der Lage waren, einen Text zu lesen, aber den Inhalt verstanden sie nicht. Beispielsweise...

Rezensionen · 22. Juli 2020
Ich war begeistert, als ich den neuen Roman von Pascal Mercier entdeckte, denn mir gefiel Nachtzug nach Lissabon sehr gut. Simon Leyland hat in England das Haus eines väterlichen Freundes geerbt. Er lebt als Übersetzer in Triest, wo er bis vor kurzem den Verlag seiner verstorbenen Frau leitete. Im Laufe des Romans erfahren wir, dass er die Diagnose eines tödlichen Hirntumors bekommen hatte. Daraufhin verkaufte er seinen Verlag und erfuhr dann, dass die Röntgenbilder vertauscht worden waren....

Gedanken zur Literatur · 01. Juli 2020
Der Buchhandel klagt über Umsatzeinbußen und das nicht erst seit der Zeit der coronabedingten Einschränkungen unseres Lebens. Ich kann aber versichern, dass ich nicht daran schuld bin, denn ich trage weiterhin einen großen Teil meines Geldes in die Buchhandlungen. Ich will hier aber nicht darüber spekulieren, ob der Onlinehandel den Handel vor Ort zerstört oder ob das Internet an allem Schuld ist oder die Streamingdienste, die die Menschen vom Lesen abhalten. Mir geht es um die Frage, was...

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